
Trier liegt in der Trierer Bucht, einer Mulde, in der Buntsandstein und Muschelkalk der Trias über einem viel älteren Sockel liegen. Diesen Sockel bilden devonische Schiefer und Quarzite, vor rund 400 Millionen Jahren als Schlamm in einem Meer abgelagert und später zu einer Gebirgskette gefaltet, von der Eifel und Hunsrück die abgetragenen Reste sind. Mittendurch hat sich die Mosel ihr Tal geschnitten, in weiten Schleifen und mit steilen Hängen.
Die Römer waren die ersten großen Rohstoffnutzer der Region. Für die Porta Nigra, errichtet um 170 nach Christus, brachen sie Sandstein im Kylltal bei Kordel und schafften die tonnenschweren Quader nach Augusta Treverorum. Kalk brannten sie ebenfalls in der Umgebung, als Mörtel für eine Stadt, die zur römischen Metropole wuchs. Viel später kam der Schiefer dazu: Im 19. Jahrhundert gruben sich bei Fell und Thomm Dutzende kleiner Gruben in die devonischen Hänge und lieferten Dachschiefer weit über die Region hinaus.
Wer heute schauen will, hat es leicht. Das Besucherbergwerk Fell verbindet zwei alte Schiefergruben mit einem Grubenwanderweg über die Halden. In den Kiesbänken der Mosel liegen Quarze und gelegentlich Jaspis, vom Fluss aus dem Hunsrück heruntergetragen. Alte Sandsteinbrüche bei Kordel zeigen die Wände, aus denen römische Quader kamen, und das Rheinische Landesmuseum in Trier bewahrt die steinerne Hinterlassenschaft der Römer. An einigen Störungen treten zudem mineralhaltige Wässer aus, einzelne Quellen wurden früher als Heilbrunnen gefasst. orecast führt die dokumentierten Fundstellen im Umkreis auf, vom Steinbruch bis zur Kiesbank.
Ein paar Dinge sind tabu. Alte Schiefergruben abseits des Besucherbergwerks sind einsturzgefährdet und oft als Fledermausquartier geschützt, Betreten verboten. Weinberge und Wälder gehören jemandem, also vorher fragen. Am Moselufer dürfen lose Kiesel mitgenommen werden, gegraben wird dort nicht.
Bodenschätze & Rohstoffe bei Trier
Im Umkreis von 30 km um Trier führt unsere Datenbank 12 dokumentierte Bodenschatz- und Erz-Punkte. Die häufigsten Rohstoffe in der Nähe:
Dokumentierte Funde in der Nähe
- BGR BSK1000: Kies und SandKies und Sand · Quelle: BGR BSK10000 km
- BGR BSK1000: Sandstein und GrauwackeSandstein und Grauwacke · Quelle: BGR BSK10000.4 km
- BGR BSK1000: Kalkstein und DolomitsteinKalkstein und Dolomitstein · Quelle: BGR BSK10003.6 km
- BGR BSK1000: SchieferSchiefer · Quelle: BGR BSK10005.7 km
- BGR BSK1000: Sandstein und GrauwackeSandstein und Grauwacke · Quelle: BGR BSK10009.2 km
- BGR BSK1000: QuarzitQuarzit · Quelle: BGR BSK100010 km
- BGR BSK1000: Kies und SandKies und Sand · Quelle: BGR BSK100014.7 km
- BGR BSK1000: Kies und SandKies und Sand · Quelle: BGR BSK100016 km
- BGR BSK1000: QuarzitQuarzit · Quelle: BGR BSK100018.6 km
- BGR BSK1000: SchieferSchiefer · Quelle: BGR BSK100019 km
- BGR BSK1000: Kies und SandKies und Sand · Quelle: BGR BSK100024.3 km
- BGR BSK1000: SchieferSchiefer · Quelle: BGR BSK100029.5 km
Fossilien bei Trier
- Ceratites nodosus (Bruguière, 1789)Ceratites nodosus (Bruguière, 1789) · Quelle: GBIF9.8 km
- Calciroda Meyer, 1952Calciroda Meyer, 1952 · Quelle: GBIF10.3 km
- OstreidaeOstreidae · Quelle: GBIF10.3 km
- ProcolophonidaeProcolophonidae · Quelle: GBIF10.3 km
- Terebratula Müller, 1776Terebratula Müller, 1776 · Quelle: GBIF10.3 km
- Terebratula Müller, 1776Terebratula Müller, 1776 · Quelle: GBIF10.3 km
- Terebratula Müller, 1776Terebratula Müller, 1776 · Quelle: GBIF10.3 km
- AnimaliaAnimalia · Quelle: GBIF10.3 km
- Gervillella L.Waagen, 1907Gervillella L.Waagen, 1907 · Quelle: GBIF11.5 km
- Rhinoceros Linnaeus, 1758Rhinoceros Linnaeus, 1758 · Quelle: GBIF12.1 km
Historie & Archäologie bei Trier
- Kaiserthermenarchaeological0.3 km
- Roter Turmarchaeological0.3 km
- Thermen am Viehmarktarchaeological0.3 km
- Kastilportcastle_monument0.5 km
- Barbarathermenarchaeological0.6 km
- Kurfürstliches Palaiscastle_monument0.6 km
- Ausgrabungen römische Kirchenanlagearchaeological0.7 km
- Römische Bäderanlagearchaeological0.8 km
- Amphitheaterarchaeological0.8 km
- Ruwer-Wasserleitungarchaeological0.9 km
Schatzsuche, Recht & Sicherheit
Wir untertreiben lieber, als zu viel zu versprechen: Eine vielversprechende Geologie ist keine Garantie, und erfundene Zahlen findest du hier nicht. Graben und Sammeln sind in Deutschland genehmigungspflichtig, in Schutzgebieten und an Bodendenkmälern sogar verboten.
Häufige Fragen
Darf man in Trier graben oder Funde sammeln?
Graben und Sammeln sind in Deutschland genehmigungspflichtig; in Schutzgebieten und an Bodendenkmälern verboten. orecast zeigt, wo geschützte/historische Stätten liegen, damit du die Rechtslage deines Bundeslands vorher klären kannst. Es ist Information, kein Freigabe-Nachweis.
Wo kann man bei Trier Gold finden oder waschen?
Rund um Trier ist Gold höchstens als Flussseife (Goldwaschen im Hobby-Maßstab) plausibel, kein dokumentiertes Vorkommen, sofern nicht auf der Karte markiert. orecast trennt klar dokumentierte Funde von nur plausibler Geologie und verspricht kein Gold.
Welche Bodenschätze gibt es bei Trier?
Im Umkreis von 30 km führen wir 12 dokumentierte Bodenschatz-/Erz-Punkte. Am häufigsten in der Nähe: Kies und Sand, Schiefer, Quarzit, Sandstein und Grauwacke, Kalkstein und Dolomitstein.
Gibt es Fossilien bei Trier?
Ja, im Umkreis von 30 km sind 87 wissenschaftliche Fossilien-Fundstellen verzeichnet (mit geologischem Alter und Formation).
Ist Graben bei Trier gefährlich?
Möglich: Ehemalige Kriegsgebiete können Blindgänger enthalten. Wo eine Stätte mit dem ☢️-Hinweis markiert ist, niemals graben, Lebensgefahr; im Verdachtsfall den Kampfmittelräumdienst verständigen.
Bestimmen & vergleichen:
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