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Vulkane & Geologie der Eifel

Die Eifel ist eine junge Vulkanregion. Maare, Lavaströme und Mineralquellen zeugen von Ausbrüchen, die erdgeschichtlich erst gestern stattfanden.

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Vulkane & Geologie der Eifel
Foto: NoahSchmitzFotografie (Wikimedia Commons), CC BY-SA 4.0

Der Eifel-Vulkanismus ist geologisch sehr jung. Der letzte Ausbruch am Laacher See liegt nur rund 11.000 Jahre zurück, und Fachleute halten ihn für ruhend, nicht für erloschen. Maare, Basalt, Bims und kohlensäurereiche Quellen prägen die Landschaft. Hier locken weniger Schätze als spektakuläre Geologie. orecast zeigt Geotope, dokumentierte Vorkommen und historische Stätten im Umkreis.

Die ganze Spannweite dieses Vulkanismus zeigt sich auf wenigen Kilometern. Bei Mendig steht die Wingertsbergwand, ein Aufschluss, in dem die Ablagerungen des Laacher-See-Ausbruchs meterhoch übereinanderliegen, Schicht für Schicht wie in einem aufgeschlagenen Buch. Unter der Stadt führen die Lavakeller durch alte Basaltabbaue, oben erklärt das Erlebniszentrum Lava-Dome die Ausbruchsgeschichte. In der Vulkaneifel rund um Daun reihen sich die Maare: Gemündener, Weinfelder und Schalkenmehrener Maar liegen in Sichtweite zueinander, das Ulmener Maar gilt als jüngster Vulkankrater Deutschlands.

Auch Sammler finden Stoff. Aus den Bimslagen rund um den Laacher See stammen tiefblauer Hauyn und klare Sanidin-Kristalle, und am Dreiser Weiher brachte das Magma olivgrüne Olivinknollen aus dem Erdmantel mit nach oben. Das Maarmuseum in Manderscheid und das Eifel-Vulkanmuseum in Daun ordnen solche Funde ein und zeigen, wie man die Gesteine der Region auseinanderhält. Wer Geologie lieber in Bewegung sieht: In Wallenborn drückt aufsteigendes Kohlendioxid etwa alle halbe Stunde eine Wasserfontäne aus dem Brubbel, und bei Andernach am Rhein speist derselbe Mechanismus den höchsten Kaltwassergeysir der Welt.

Für den Einstieg braucht es weniger Ausrüstung als gutes Schuhwerk. Die Vulkaneifel ist seit 2015 UNESCO Global Geopark, mit markierten Geopfaden und geführten Exkursionen, die auch an Aufschlüsse führen, an die man allein nicht herankommt. Vieles erschließt sich aber schon beim Wandern, etwa auf dem Rundweg um das Weinfelder Maar. Ein Blick in eine Wand aus Lapilli am Wegesrand genügt, um zu begreifen, wie jung diese Landschaft ist. Erdgeschichtlich war das eben gestern.

1109dokumentierte Bodenschatz-Punkte
506Fossilien-Fundstellen
1316historische Stätten
☢️ 438 Stätten im Umkreis sind als Kriegs- oder Weltkriegs-Schauplätze mit möglichen Blindgängern markiert. Dort niemals graben, es ist lebensgefährlich.

Dokumentierte Funde in der Nähe

Fossilien-Fundstellen in der Nähe

Sammeln, Recht & Sicherheit

Eine vielversprechende Geologie ist nie eine Garantie, und erfundene Zahlen findest du hier nicht. Sammeln und Graben sind in Europa reguliert und meist genehmigungspflichtig. Schutzgebiete, Bodendenkmäler und stillgelegte Bergwerke sind tabu und können lebensgefährlich sein.

Häufige Fragen

Sind die Vulkane der Eifel noch aktiv?

Sie gelten als ruhend, nicht als erloschen. Der letzte Ausbruch liegt rund 11.000 Jahre zurück. Aufsteigendes Kohlendioxid in Quellen und Mofetten zeigt, dass im Untergrund noch Bewegung ist.

Was kann man in der Eifel geologisch entdecken?

Maare, also vulkanische Kraterseen, dazu Basalt- und Bimsvorkommen, Mineralquellen und zahlreiche Geotope. Die Karte zeigt sie im Umkreis.

Darf man Gestein sammeln?

Lose Proben außerhalb von Schutzgebieten sind oft erlaubt, aber Geotope und Naturschutzgebiete bleiben tabu. In Steinbrüchen niemals ohne Erlaubnis.

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