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Fossilien an der Schwäbischen Alb

Die Schwäbische Alb und der Posidonienschiefer bei Holzmaden sind weltberühmt für Fossilien. Ammoniten, Belemniten, Seelilien und Saurier stammen hier aus dem Jurameer.

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Fossilien an der Schwäbischen Alb
Foto: Didier Descouens (Wikimedia Commons), CC BY-SA 4.0

Vor rund 180 Millionen Jahren lag hier ein sauerstoffarmes Jurameer, das Lebewesen außergewöhnlich gut konservierte. Der Posidonienschiefer liefert bis heute spektakuläre Funde. orecast zeigt die dokumentierten Fossilien-Fundstellen im Umkreis und macht deutlich, wo legales, oft gebührenpflichtiges Sammeln auf ausgewiesenen Flächen möglich ist und wo nicht.

Das Zentrum dieser Überlieferung liegt am Albtrauf zwischen Holzmaden und Ohmden. Das Urweltmuseum Hauff in Holzmaden zeigt, was der Posidonienschiefer hergeben kann: meterlange Fischsaurier, Flugsaurier, Krokodile und eine fossile Seelilienkolonie von rund hundert Quadratmetern, eine der größten Platten dieser Art weltweit. Gleich nebenan im Schieferbruch Kromer in Ohmden dürfen Besucher gegen Gebühr selbst Schieferplatten spalten, im selben Gestein, aus dem die Museumsstücke stammen.

Ein zweiter bewährter Anlaufpunkt ist Dotternhausen am Fuß des Plettenbergs. Das dortige Fossilienmuseum des Zementwerks hängt direkt am aktiven Schieferabbau, und auf dem zugehörigen Klopffeld liegen frische Platten aus dem Bruch bereit. Realistisch sind an beiden Orten kleine Ammoniten der Gattung Dactylioceras, Belemnitenrostren und ab und zu Fischschuppen. Die Platten spalten sich entlang der Schichtflächen, und genau dort liegen die Tiere, flachgedrückt, aber oft bis ins Detail erhalten. Wer stattdessen Fossilien des Weißen Jura sucht, etwa verkieselte Schwämme von der Albhochfläche, ist auf Steinbrüche angewiesen und damit auf das Einverständnis des Betreibers.

Es hilft, mit realistischen Erwartungen anzureisen. Die Prachtstücke in den Vitrinen stammen aus professionellen Grabungen und stecken voller Präparationsarbeit, oft sind es hunderte Stunden pro Platte. Auf einem Klopfplatz ist ein sauberer Ammonit von fünf Zentimetern ein guter Nachmittag. Das klingt bescheiden, ist es aber nicht: Was da unter dem Hammer aufspringt, hat seit 180 Millionen Jahren niemand gesehen, und es gehört dir, sofern die Platzregeln nichts anderes sagen. Werkzeug lässt sich an den meisten Plätzen leihen, festes Schuhwerk und etwas Zeit muss man selbst mitbringen.

11dokumentierte Bodenschatz-Punkte
546Fossilien-Fundstellen
855historische Stätten
☢️ 176 Stätten im Umkreis sind als Kriegs- oder Weltkriegs-Schauplätze mit möglichen Blindgängern markiert. Dort niemals graben, es ist lebensgefährlich.

Dokumentierte Funde in der Nähe

Fossilien-Fundstellen in der Nähe

Sammeln, Recht & Sicherheit

Eine vielversprechende Geologie ist nie eine Garantie, und erfundene Zahlen findest du hier nicht. Sammeln und Graben sind in Europa reguliert und meist genehmigungspflichtig. Schutzgebiete, Bodendenkmäler und stillgelegte Bergwerke sind tabu und können lebensgefährlich sein.

Häufige Fragen

Wo darf man an der Schwäbischen Alb Fossilien sammeln?

Auf ausgewiesenen Sammelstellen, etwa einigen Klopfplätzen, oft gegen Gebühr und mit klaren Regeln. Schutzgebiete und Privatgrund sind tabu. Frag vorher beim Betreiber oder der Gemeinde nach.

Welche Fossilien findet man hier?

Vor allem Ammoniten und Belemniten, seltener Seelilien, Fische und Meeressaurier aus dem Unteren Jura, dem Posidonienschiefer.

Brauche ich Spezialwerkzeug?

Für die meisten Sammelstellen reichen Hammer, Meißel und Schutzbrille. Wichtiger sind Genehmigung und Vorsicht, denn Steinbrüche sind gefährlich.

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