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Gold & Mineralien im Schwarzwald

Im Schwarzwald und am Oberrhein waschen Menschen seit der Römerzeit nach Gold. Das Flussgold aus Rhein und Schwarzwaldbächen ist echt, wenn auch feinkörnig.

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Gold & Mineralien im Schwarzwald
Foto: Dietmar Rabich (Wikimedia Commons), CC BY-SA 4.0

Das Grundgebirge des Schwarzwalds führt zahlreiche Erzgänge mit Silber, Blei, Fluss- und Schwerspat. Verwitterung und Flüsse konzentrieren feines Gold in Seifen. Goldwaschen am Rhein ist ein bekanntes Hobby. Die Ausbeute bleibt gering, der geologische Hintergrund ist aber echt. orecast zeigt dokumentierte Vorkommen und die Gesteine, die Seifengold begünstigen.

Der Bergbau hat hier tiefe Spuren hinterlassen. Am Schauinsland über Freiburg holten Bergleute rund 800 Jahre lang Silber, Blei und Zink aus dem Gneis, das Museums-Bergwerk führt heute durch die alten Strecken. Im Münstertal öffnet die Grube Teufelsgrund, bei Wieden die Finstergrund, bei Haslach im Kinzigtal das Silberbergwerk Segen Gottes. Ein Sonderfall ist die Grube Clara bei Oberwolfach: Sie baut bis heute Schwerspat und Fluorit ab und gilt mit weit über 400 nachgewiesenen Mineralarten als eine der artenreichsten Fundstellen der Welt.

Für Mineraliensammler ist Wolfach deshalb die erste Adresse. Auf dem betreuten Gelände im Ort wird frisches Haldenmaterial aus der Grube Clara angeliefert, das jeder gegen Gebühr durchsuchen darf. Baryt, Fluorit und Quarz sind die üblichen Funde, mit Glück und geübtem Auge auch seltenere Sekundärminerale in kleinen Kristallrasen. Das Mineralien- und Mathematikmuseum MiMa in Oberwolfach zeigt, was die Grube über die Jahre hergegeben hat. Goldwäscher zieht es dagegen an den Oberrhein und an einzelne Schwarzwaldbäche. Geführte Kurse vermitteln dort die Waschtechnik und zeigen Kiesbänke, an denen sich das Üben lohnt.

Beim Gold selbst hilft eine nüchterne Erwartung. Ein Nachmittag am Wasser endet meist mit einer Handvoll Flitter im Fläschchen, jeder kleiner als ein Streichholzkopf. Als Naturerlebnis mit Geschichtsstunde taugt das trotzdem, schließlich wuschen hier schon die Römer, und im Mittelalter lebten ganze Familien am Oberrhein vom Rheingold. Für den Einstieg reichen eine Pfanne, eine Schaufel und ein freier Nachmittag. Wer dranbleibt, lernt Kiesbänke zu lesen, und genau darin liegt der eigentliche Reiz.

33dokumentierte Bodenschatz-Punkte
276Fossilien-Fundstellen
754historische Stätten
☢️ 288 Stätten im Umkreis sind als Kriegs- oder Weltkriegs-Schauplätze mit möglichen Blindgängern markiert. Dort niemals graben, es ist lebensgefährlich.

Dokumentierte Funde in der Nähe

Fossilien-Fundstellen in der Nähe

Sammeln, Recht & Sicherheit

Eine vielversprechende Geologie ist nie eine Garantie, und erfundene Zahlen findest du hier nicht. Sammeln und Graben sind in Europa reguliert und meist genehmigungspflichtig. Schutzgebiete, Bodendenkmäler und stillgelegte Bergwerke sind tabu und können lebensgefährlich sein.

Häufige Fragen

Kann man im Schwarzwald wirklich Gold waschen?

Ja, das Flussgold aus Rhein und einigen Bächen ist echt, aber sehr feinkörnig und in kleinen Mengen. Es ist ein Hobby, kein Verdienst.

Ist Goldwaschen erlaubt?

Auf öffentlichen Gewässern wird es oft geduldet, aber Regeln und Naturschutz gelten. Auf Privatgrund und in Schutzgebieten geht es nicht ohne Erlaubnis. Im Zweifel bei der Gemeinde nachfragen.

Welche Mineralien gibt es sonst?

Silber-, Blei-, Fluss- und Schwerspatgänge prägen den Schwarzwald. Die Karte zeigt die dokumentierten Fundpunkte im Umkreis.

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