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Was liegt unter dem Ruhrgebiet?

Auf der Suche nach Gold, Bodenschätzen oder Fossilien rund um das Ruhrgebiet? orecast bündelt dokumentierte Vorkommen und die lokale Geologie und zeigt dir, was im Umkreis von 45 km wirklich verzeichnet ist und was das Gestein nur möglich macht.

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Ruhrgebiet
Foto: Frank Vincentz (Wikimedia Commons), CC BY-SA 3.0

Das Ruhrgebiet war das größte Steinkohlenrevier Deutschlands, und kein Fleck des Landes ist so durchlöchert wie dieser. Unter den Städten zwischen Duisburg und Dortmund liegen die Flöze des Karbons, entstanden vor rund 300 Millionen Jahren aus tropischen Sumpfwäldern, und dazwischen liegen die Strecken, Schächte und Hohlräume von gut zwei Jahrhunderten industriellem Bergbau. Ende 2018 schloss mit Prosper-Haniel in Bottrop die letzte Zeche, doch was unter Tage gebaut wurde, ist damit nicht verschwunden.

Sichtbar bleibt das Erbe überall. Die Zeche Zollverein in Essen, einst die größte Steinkohlenzeche der Welt, ist heute UNESCO-Welterbe; Halden wie Haniel oder Hoheward sind zu Aussichtsbergen geworden. Und unter der Oberfläche arbeitet es weiter: Damit das aufsteigende Grubenwasser die Trinkwasserschichten nicht erreicht, wird es an mehreren Standorten dauerhaft gehoben, eine Ewigkeitsaufgabe, die nie enden wird. Wie ernst vergessene Hohlräume werden können, zeigte der Tagesbruch von Bochum-Wattenscheid im Januar 2000, als drei Garagen samt Autos in einem vierzig Meter tiefen Trichter verschwanden.

Für Sammler ist das Revier vor allem eine Fossilienlandschaft. Auf den Bergehalden und in alten Aufschlüssen finden sich Pflanzenfossilien der Steinkohlenzeit: Schuppenbäume, Siegelbäume, Schachtelhalme und Farnwedel, gepresst in dunklen Schieferton. Ein Erzrevier war das Ruhrgebiet nie. Sein Reichtum lag in der Kohle, und ihre Begleiter wie Pyrit oder Toneisenstein sind eher Beifang als Ziel. orecast zeigt dir die dokumentierten Bergbau- und Fundpunkte im Umkreis, mit Gefahrenmarkierung, wo unsere Daten sie führen.

Sicherheit geht hier vor. Alte Schächte und Stollen sind nicht gesichert, viele nur überdeckt und im Gelände nicht zu erkennen. Sie sind kein Ausflugsziel. Dazu war das Ruhrgebiet im Zweiten Weltkrieg eines der am stärksten bombardierten Gebiete Europas, Blindgänger sind bis heute Alltag der Kampfmittelräumdienste. Wo orecast den Warnhinweis setzt, wird nicht gegraben. Sammeln auf Halden braucht die Erlaubnis des Eigentümers, und die Genehmigungspflicht gilt wie überall in Deutschland.

3347dokumentierte Bodenschatz-Punkte
278Fossilien-Fundstellen
1058historische & archäologische Stätten
☢️ 309 Stätten im Umkreis von 45 km sind als Kriegs-/WK2-Schauplätze mit möglichen Blindgängern markiert. Dort niemals graben, Lebensgefahr.

Bodenschätze & Rohstoffe im Ruhrgebiet

Im Umkreis von 45 km um das Ruhrgebiet führt unsere Datenbank 3347 dokumentierte Bodenschatz- und Erz-Punkte. Die häufigsten Rohstoffe in der Nähe:

SandsteinTonsteinKarbonatgesteinTon/SchluffKies/KiessandTon/Schluff (inkl. Grundmoräne bzw. Löss)SandSteinkohle

Dokumentierte Funde in der Nähe

Fossilien im Ruhrgebiet

Historie & Archäologie im Ruhrgebiet

Schatzsuche, Recht & Sicherheit

Wir untertreiben lieber, als zu viel zu versprechen: Eine vielversprechende Geologie ist keine Garantie, und erfundene Zahlen findest du hier nicht. Graben und Sammeln sind in Deutschland genehmigungspflichtig, in Schutzgebieten und an Bodendenkmälern sogar verboten.

Häufige Fragen

Darf man im Ruhrgebiet graben oder Funde sammeln?

Graben und Sammeln sind in Deutschland genehmigungspflichtig; in Schutzgebieten und an Bodendenkmälern verboten. orecast zeigt, wo geschützte/historische Stätten liegen, damit du die Rechtslage deines Bundeslands vorher klären kannst. Es ist Information, kein Freigabe-Nachweis.

Wo kann man im Ruhrgebiet Gold finden oder waschen?

Rund um das Ruhrgebiet ist Gold höchstens als Flussseife (Goldwaschen im Hobby-Maßstab) plausibel, kein dokumentiertes Vorkommen, sofern nicht auf der Karte markiert. orecast trennt klar dokumentierte Funde von nur plausibler Geologie und verspricht kein Gold.

Welche Bodenschätze gibt es im Ruhrgebiet?

Im Umkreis von 45 km führen wir 3347 dokumentierte Bodenschatz-/Erz-Punkte. Am häufigsten in der Nähe: Sandstein, Tonstein, Karbonatgestein, Ton/Schluff, Kies/Kiessand.

Gibt es Fossilien im Ruhrgebiet?

Ja, im Umkreis von 45 km sind 278 wissenschaftliche Fossilien-Fundstellen verzeichnet (mit geologischem Alter und Formation).

Ist Graben im Ruhrgebiet gefährlich?

Möglich: Ehemalige Kriegsgebiete können Blindgänger enthalten. Wo eine Stätte mit dem ☢️-Hinweis markiert ist, niemals graben, Lebensgefahr; im Verdachtsfall den Kampfmittelräumdienst verständigen.

Bestimmen & vergleichen:
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