Methodik & Datenquellen

orecast bringt offene, amtliche geologische und wissenschaftliche Daten zusammen, um eine Frage zu beantworten: Was steckt unter diesem Punkt? Wir erfinden keine Zahlen und arbeiten nicht mit Prozenten. Stattdessen halten wir zwei Dinge auseinander: was tatsächlich verzeichnet ist und was die Geologie nur plausibel macht.

Wie es funktioniert

Für einen Punkt schauen wir die lokale Geologie und dokumentierte Vorkommen im Umkreis nach. Ein Rohstoff gilt als dokumentiert, wenn in der Nähe ein echter Fund oder ein Vorkommen verzeichnet ist, und als plausibel, wenn das Gestein ihn zuließe, aber nichts verzeichnet ist. Die Angaben zu Aufwand, Ausbeute und Tiefe sind grobe Schätzungen zur Einordnung, keine Garantien.

Von den Rohdaten zur Einschätzung

Jede Abfrage läuft gleich ab. Zuerst bestimmen wir aus GLiM und den nationalen Geologischen Diensten das Gestein am Punkt. Dann sammeln wir dokumentierte Vorkommen im gewählten Umkreis: Erze und Bodenschätze aus USGS MRDS und den amtlichen Diensten der jeweiligen Länder, etwa BGR und GD NRW in Deutschland, BRGM in Frankreich, SPW und DOV in Belgien, GeoSphere Austria, TNO in den Niederlanden, ISPRA in Italien und – seit August 2026 – swisstopo in der Schweiz, SGU und Bergsstaten in Schweden, GTK in Finnland, GSI in Irland, ČGS in Tschechien sowie PIG-PIB in Polen. Fossilien kommen aus der Paleobiology Database und GBIF, historische und bergbauliche Spuren aus OpenStreetMap und Wikidata. Zu jedem Fund zeigen wir die Quelle, damit du selbst nachschauen kannst.

Datenquellen & Lizenzen

Zahlen und Stand kommen live aus derselben Datenbank, die auch die Karte beantwortet.

Bodenschätze & Erze

Fossilien

Historische Orte

Geotope

Höhlen & Altbergbau

Geologie

Boden

Dokumentierte Funde

So prüfen wir

Jeder Import läuft nach demselben Muster: stabile amtliche Schlüssel je Objekt, wiederholbare Läufe (ein doppelter Import kann keine Ebene aufblähen) und danach ein automatischer Dublettenwächter über alle Ebenen. Warum das nötig ist, zeigte der August 2026: Ein amtlicher Dienst lieferte jedes Bergbaufeld doppelt aus, 828 Flächen für 414 Berechtigungen. Der Wächter schlägt genau bei solchen Mustern an; wir bereinigen und dokumentieren den Fall. Bewusst draußen bleiben modellierte Vorkommensflächen und bloße Aufsuchungsfelder ohne Lagerstättennachweis. Auf die Karte kommt, was belegt ist. Und nichts steht dort gegen Bezahlung: keine gekauften Pins, keine gesponserten Einträge. Funde aus der Community sind als solche gekennzeichnet und werden vor der Veröffentlichung geprüft.

Grenzen und Aktualität

Die Abdeckung ist nicht überall gleich. Manche Länder stellen dichte, gepflegte Datensätze bereit, andere nur grobe Übersichten, und eine Quelle endet dort, wo ihre Lizenz oder ihr Erhebungsgebiet endet. Wichtig ist deshalb: Wo nichts verzeichnet ist, heißt das nicht, dass dort nichts liegt. Es heißt nur, dass keine Fundstelle erfasst wurde. Wir laden die Datensätze in Etappen und nicht in Echtzeit, ein neuer amtlicher Eintrag kann also etwas brauchen, bis er bei uns auftaucht. Genau deshalb geben wir keine Prozente und keine Fundgarantien aus, sondern nur, was belegt oder plausibel ist.

Ehrlichkeit, Recht & Sicherheit

Eine vielversprechende Geologie ist kein Versprechen. Graben und Sammeln sind in Europa genehmigungspflichtig, geschützte Denkmäler bleiben unangetastet, und ehemalige Kriegsgebiete können noch Blindgänger enthalten (die markieren wir mit einem ☢️-Hinweis). Sieh orecast als Hintergrundinfo, nicht als Freigabe-Nachweis oder Rechtsberatung.

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