orecast beantwortet eine einfache Frage: Was steckt eigentlich unter einem bestimmten Ort? Wir bündeln offene, amtliche Geodaten und wissenschaftliche Datenbanken zu einer klaren Antwort für ganz Europa.
Uns ist eine Sache besonders wichtig: Wir trennen, was tatsächlich dokumentiert ist, von dem, was die Geologie nur plausibel macht. Erfundene Zahlen oder Prozente gibt es bei uns nicht.
Woher die Daten kommen
Hinter der Karte stehen keine eigenen Messungen, sondern Quellen, die man nachlesen kann. Die Bodenschätze stammen unter anderem aus der Mineral Resources Data System des US-amerikanischen Geologischen Dienstes und aus den Karten der staatlichen geologischen Dienste, etwa der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe und des Geologischen Dienstes NRW. Fossilien kommen aus der Paleobiology Database und aus GBIF, Höhlen und alter Bergbau aus OpenStreetMap. Jeder Punkt auf der Karte trägt seine Herkunft mit sich, und wo eine Quelle nicht frei nutzbar war, haben wir sie weggelassen statt sie stillschweigend einzubauen.
Was dokumentiert heißt und was plausibel
Der Unterschied klingt spitzfindig, ist aber der Kern der ganzen Sache. Dokumentiert heißt: Hier hat jemand etwas gefunden und aufgeschrieben, mit Ort und Datum. Plausibel heißt: Das Gestein an dieser Stelle ist von der Art, in der so etwas vorkommen kann. Das eine ist ein Befund, das andere eine Erwartung. Viele Schatzkarten im Netz vermischen beides, weil die Karte dann voller aussieht. Bei uns stehen die beiden Kategorien getrennt, auch wenn die Karte dadurch stellenweise leer wirkt.
Was orecast nicht kann
Die Karte sagt dir nicht, wo du graben sollst. Sie sagt dir, was bekannt ist. Ob du an einer Stelle überhaupt suchen darfst, hängt am Eigentümer, am Naturschutz und am Denkmalrecht, und das ist von Bundesland zu Bundesland verschieden. Alte Stollen sind lebensgefährlich, und auf ehemaligen Schlachtfeldern liegt bis heute scharfe Munition. orecast weist auf solche Punkte hin, aber es ersetzt keine Genehmigung und keinen gesunden Menschenverstand.
Für wen das gemacht ist
Der typische Nutzer ist niemand mit Schaufel und Goldrausch, sondern jemand, der wissen will, warum die Landschaft vor der Haustür so aussieht, wie sie aussieht. Warum in dem einen Tal ein Dorf Silberbach heißt und im nächsten nichts an Bergbau erinnert. Warum die Steine auf dem Acker hier rund und dort kantig sind. Wer sammelt, findet die dokumentierten Fundstellen im Umkreis, wer wandert, sieht, welche Geotope am Weg liegen, und wer einfach neugierig ist, bekommt die Erdgeschichte unter dem eigenen Wohnort erzählt.
Probier es aus und schau, was unter deinem Ort liegt.