2026-07-03

Die orecast-App fürs iPhone steht kurz vor dem Start

orecast bekommt eine eigene App fürs iPhone, und sie steht kurz vor dem Start. Die letzte Testrunde über Apples TestFlight läuft gerade, danach geht die App in den App Store. Wer bisher am Rechner nachgeschaut hat, was unter einem Ort liegt, hat das Ganze bald in der Hosentasche.

orecast-Karte mit farbigen Markern und Legende
Die Karte zeigt, was rundherum dokumentiert ist. Farben trennen Bodenschätze, Höhlen und Bergbau, Fossilien und Historie.
Steckbrief eines Ortes mit Warnung und dokumentierten Funden
Ein Tippen öffnet den Steckbrief: Warnungen, Geologie und die belegten Funde im Umkreis.
Kurze KI-Einschätzung zu einem Ort
Auf Wunsch fasst eine kurze KI-Einschätzung zusammen, was an einem Ort realistisch zu erwarten ist.

Die App greift auf dieselbe Grundlage zu wie die Website: offene, amtliche Geodaten und wissenschaftliche Datenbanken für ganz Europa. In den vergangenen Wochen sind mehr als 63.000 Höhlen, Karst-Stellen und historische Bergbau-Punkte dazugekommen. Diese Ebene ist auch in der App dabei, mitsamt der roten Warnung an den Stellen, die man besser nicht betritt.

Du tippst auf einen Punkt auf der Karte und bekommst einen Steckbrief der Umgebung: welche Rohstoffe, Fossilien und geologischen Besonderheiten dort dokumentiert sind und was die Geologie darüber hinaus plausibel macht. An unserer Linie ändert der kleinere Bildschirm nichts. Wir trennen weiter sauber, was belegt ist, von dem, was nur wahrscheinlich ist. Erfundene Prozente gibt es auch in der App nicht.

Ein paar Dinge sind neu dazugekommen. Zu jedem Ort lässt sich eine kurze KI-Einschätzung abrufen, drei davon pro Konto kostenlos. Fundstellen und Orte sicherst du als Favoriten, und die App merkt sich, was du zuletzt angesehen hast. Über die Ortssuche springst du direkt zu einem Ort, statt über die Karte zu scrollen, und einen interessanten Punkt teilst du mit zwei Fingertipps.

Für längere Touren gibt es zwei Pro-Funktionen. Du exportierst Fundstellen als GPX-Datei und lädst sie in dein Navi oder deine Wander-App. Und du speicherst ganze Gebiete offline, damit die Karte auch dort funktioniert, wo das Netz wegbricht. Genau da draußen, tief im Wald oder oben im Gebirge, hilft das am meisten.

Eine Sache bleibt wichtig, in der App wie im echten Gelände. Vieles, was auf der Karte reizvoll aussieht, steht unter Schutz, liegt auf Privatgrund oder braucht eine Genehmigung. Alte Stollen und Schächte sind lebensgefährlich, deshalb markieren wir sie deutlich. Die App zeigt, wo etwas dokumentiert ist. Ein Freibrief zum Graben ist sie nicht.

Gedacht ist die App für alle, die ohnehin draußen unterwegs sind: Sammler, Wanderer, Geocacher, neugierige Spaziergänger. Du musst kein Geologe sein. Ein Ort, ein Tippen, und du siehst, ob unter deinen Füßen einmal Silber, Eisen oder Braunkohle lag, wo Fossilien belegt sind und welche Halden aus dem alten Bergbau übrig geblieben sind.

Sobald die App live ist, sagen wir es hier als Erstes. Bis dahin kannst du die Karte im Browser ausprobieren und schauen, was unter deinem Ort liegt.

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