orecast war bisher ein stilles Werkzeug: Karte auf, nachsehen, was unter einem Punkt liegt, eigenen Fund eintragen, fertig. Was fehlte, war das, was Sammler seit jeher tun, wenn sie sich über den Weg laufen — über Funde reden. Das ändert sich jetzt. Wir nennen es das Fundgespräch.

Was neu ist
An jedem öffentlich freigegebenen Fund gibt es künftig einen Gefällt-mir-Knopf und einen Gesprächsfaden: kommentieren, auf Kommentare antworten, fertig — bewusst eine Ebene, kein Forum. Wer schreibt, tritt unter einem Sammlernamen auf, den sich jeder selbst geben kann; E-Mail-Adressen erscheinen nirgends. Und weil ein Gespräch nur so gut ist wie sein Umgangston, gehören Melden und Blockieren von Anfang an dazu — nicht als Kleingedrucktes, sondern als Knopf direkt am Kommentar.

Die Likes sind auf der Web-Karte bereits freigeschaltet. Die Kommentare drehen wir in den kommenden Tagen schrittweise auf, parallel rollt das App-Update 1.0.6 aus, das gerade bei Apple in der Prüfung ist. Wundert euch also nicht, wenn der Nachbar das Gespräch schon sieht und ihr noch nicht — das ist Absicht, kein Fehler.
Die wichtigste Regel: Der Fundort bleibt geheim
Wer bei orecast einen Fund veröffentlicht, zeigt ihn der Welt nur auf ungefähr fünf Kilometer genau — das war von Anfang an unser Versprechen, und ein Kommentarfeld wäre der einfachste Weg gewesen, es zu brechen. „Liegt an der alten Halde hinterm Parkplatz" ist in einer 5-Kilometer-Zelle eben doch eine Wegbeschreibung.
Deshalb wird jeder Kommentar vor der Veröffentlichung geprüft, zweistufig: Ein technischer Filter fängt Koordinaten in jeder Schreibweise ab — Dezimalgrad, Gauß-Krüger-Verwandte, Plus Codes, what3words, auch auf mehrere Kommentare verteilt — und lässt grundsätzlich keine Links durch. Danach schaut eine KI auf das, was Maschinen mit Mustern nicht greifen: Beschreibungen, die ein einzelnes Objekt benennen und damit metergenau sind. Was zurückgehalten wird, sieht sich ein Mensch an. Unauffällige Kommentare erscheinen sofort; niemand wartet auf eine Redaktion.

Und ja: Diese Regeln gelten auch für den Fund-Ersteller unter seinem eigenen Fund. Die Vergröberung, die dich schützt, kannst du nicht aus Versehen selbst aufheben.
Fund eintragen, auch vom Sofa
Bisher nahm das Fundformular die Position vom GPS — gut, wenn man am Fund steht, unbrauchbar, wenn man ihn abends zu Hause eintragen will. Jetzt lässt sich die Fundstelle auf der Karte wählen: Formular auf, „Stelle auf der Karte wählen", Karte verschieben, bestätigen. Im Web geht das ab sofort, in der App mit dem Update. Der neue goldene Knopf unten rechts auf der Karte führt direkt hin.
Und für die Geschichtsinteressierten: die Ebene Krieg/WK2
Bunker, Stellungen und Kriegsschauplätze haben in der Legende jetzt eine eigene, abschaltbare Ebene — vorher gingen in Städten die Burgen und Ausgrabungen zwischen tausenden Bunkern unter. Wie immer gilt: rote Punkte heißen Kampfmittelverdacht. Ansehen ja, anfassen nie, im Zweifel 112.
Werner hat das Fundgespräch übrigens schon getestet und besteht darauf, dass sein Sammlername nicht verraten wird. Wir respektieren das.